So schreibt man Werbe-Content

Luke Sholl
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Werbe-Content oder Werbetexte sind das Herzstück eines jeden effektiven Sales-Funnel. Doch wie findet man die perfekte Balance zwischen Verkaufsförderung und dem Bereitstellen von Informationen für Kunden? Und durch welche Elemente werden Werbeinhalte wirkungsvoll? Lies weiter für Antworten auf all diese Fragen und vieles mehr.

Ob es sich um neue Produkte, Sales nur für Mitglieder oder den Vergleich deiner Produkte mit denen der Konkurrenz handelt – Werbe-Content tut genau das, was er verspricht: Er bewirbt deine Produkte und ihre Alleinstellungsmerkmale! Sein Hauptaugenmerk liegt darauf, Kunden durch den Entscheidungsprozess zu führen, wobei eine Vielzahl von Techniken eingesetzt wird, sodass diese auf den alles entscheidenden „Kaufen“-Button klicken. Werbeinhalte sind jedoch mehr als nur Banner und Slogans, die „Jetzt kaufen“ oder „Größter Sale aller Zeiten“ schreien.

Was versteht man unter Werbe-Content?

Im Kern geht es bei Werbe-Content darum, den Wert eines Produkts über verschiedene Medien und Plattformen zu kommunizieren. Die besten Anzeigen, Newsletter und Landingpages zeigen die Vorteile eines Produkts oder einer Dienstleistung auf eine Weise, die potenzielle Kunden weiter in den Sales-Funnel (Verkaufstrichter) führt und ihnen hoffentlich die nötige Motivation zur Konversion gibt.

Beispiele für Werbe-Content sind unter anderem:

  • Top 10 Blogs
  • Videorezensionen
  • Social-Media-Beiträge
  • Newsletter
  • Website-Banner
  • Podcasts
  • Give-aways

Wie du siehst, gibt es viele verschiedene Arten von Werbeinhalten, doch das ist nicht die einzige Art von Content, die du veröffentlichen wirst. Es ist ebenso wichtig, verkaufsorientiertes Material mit Beiträgen auszugleichen, die Kunden aufklären und informieren.

 


Yuqo quotesWerbe-Content fördert Konversion, indem er den Wert und die Alleinstellungsmerkmale (USPs) von Produkten oder Dienstleistungen in verschiedenen Formaten wie Blogs, Videos sowie Social-Media-Beiträgen hervorhebt.


 

Was versteht man unter werbefreiem Content?

Werbefreier Content sind Inhalte, die darauf abzielen, deine Zielgruppe zu informieren oder zu unterhalten. Das Ziel von informativem Content besteht in der Tat nicht darin, die Leser zu einem Produkt oder einer Dienstleistung zu drängen, sondern ihnen Informationen zu geben, die sie interessant oder relevant finden. Manchmal bezieht sich dies auf die angebotenen Waren oder Dienstleistungen, manchmal kann es sich aber auch um eine Aufschlüsselung der Branchenleistung oder sogar um eine entscheidende Entwicklung eines Konkurrenten handeln.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Werbe- und werbefreiem Content ist die Länge. Blog-Artikel mit Informationen sind in der Regel länger und umfassen oft mehr als tausend Wörter (je nach Thema). Diese zusätzlichen Details dienen jedoch einem Zweck: Sie sollen Vertrauen und Glaubwürdigkeit schaffen.

Damit Verbraucher deinem Produkt oder deiner Dienstleistung vertrauen, müssen sie wissen, dass du ein Experte auf deinem Gebiet bist. Informative Inhalte zeigen dein Fachwissen und führen so dazu, dass Leser eher bereit sind, sich mit deinem Werbe-Content zu beschäftigen. In einer Welt, die von Werbeaktionen und Sales dominiert wird, ist informativer Content ein unglaublich mächtiges Werkzeug, das mindestens 60 % der von dir veröffentlichten Blogs, Videos und Infografiken ausmachen sollte.

 


Yuqo quotesWerbefreier Content bildet und informiert deine Zielgruppe, ohne Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Stattdessen liegt der Fokus darauf, deine Branchenexpertise zu präsentieren und Vertrauen aufzubauen.


 

So erstellt man Werbe-Content

Wie bereits erwähnt, sind Werbeinhalte der Eckpfeiler jedes effektiven Sales-Funnel. Daher ist es wichtig, dass du weißt, wie du das wirkungsvollste Material erstellst. Dies sorgt nicht nur für eine ordentliche Rendite, sondern trägt auch dazu bei, die wichtigen Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben.

Zielgruppe identifizieren

Der erste Schritt bei der Erstellung von Werbe-Content ist die Identifizierung deiner Zielgruppe. An wen richtest du dich? Welche Probleme haben sie? Welche Sprache und Werte sprechen sie an? Die Beantwortung von Fragen wie diesen hilft dir dabei, dein Werbematerial so zu gestalten, dass es die Wirkung und Identität erhält, die es braucht, um potenzielle Kunden zu begeistern.

Ob bei der Durchführung von Marktforschung, Analyse von Wettbewerbern oder Erstellung von Buyer Personas – es ist wichtig, dass du deinen Zielmarkt wirklich verstehst. Eine detaillierte Aufschlüsselung deines idealen Kunden fließt in praktisch jeden Aspekt der Kreation von Content mit ein, also vernachlässige diesen wichtigen Schritt nicht.

Die richtigen Keywords verwenden

Du weißt, wer deine Kunden sind; jetzt musst du ihre Suchabsicht verstehen. Die Keyword-Recherche (einschließlich Long-Tail-Keywords) hilft dir, deine Sprache zu definieren und Suchmaschinen wie Google dabei zu unterstützen, Nutzer mit deinen Inhalten zu verbinden. Du musst ein Gleichgewicht zwischen relevanten Keywords und Ranking-Schwierigkeiten finden; wenn du also Zeit in die Ausarbeitung einer Keyword-Strategie investierst, kannst du deine Bemühungen auf die produktivsten Keywords und Themen ausrichten.

USPs klären

Bei USPs steckt der Hinweis im Namen – Unique Selling Points. Dies sind die Eigenschaften oder Merkmale, die deine Produkte oder Dienstleistungen von denen deiner Mitbewerber unterscheiden. Daher sollten sie im Mittelpunkt aller Werbematerialien stehen, insbesondere wenn es darum geht, die Einführung eines neuen Produkts oder eine Innovation des Unternehmens hervorzuheben.

Der Schlüssel bei Alleinstellungsmerkmalen liegt jedoch nicht darin, sie einfach aufzulisten, sondern darin, wie sie ein bestimmtes Problem lösen. Wie fühlt sich ein Kunde mit deinem Produkt und wie kann es ihm womöglich den Alltag erleichtern? Und vor allem: Inwiefern unterscheidet es sich von vergleichbaren Produkten auf dem Markt?

Social Proof nutzen

Beim Schreiben oder Erstellen von Werbe-Content gibt es ein Tool, das alle Marketingfachleute kennen sollten: Social Proof. Die Meinungen und Erfahrungsberichte deiner treuesten Kunden können dazu beitragen, andere von einem Kauf zu überzeugen und gleichzeitig die Markentreue sowie das Vertrauen in den Prozess zu fördern.

Denke daran, dass es normal für Unternehmen ist, zu behaupten, das eigene Produkt sei das beste überhaupt. Wenn jedoch zahlreiche gleichgesinnte Kunden diese Meinung teilen, dann zeigt Social Proof, dass neue Interessenten der Aussage eher glauben, wenn sie von Freunden, Familie oder Gleichaltrigen kommt.

Storytelling nutzen

Storytelling ist ein weiteres Tool, das alle Werbetexter und Marketingfachleute beherrschen müssen, wenn sie wollen, dass ihr Werbematerial zu Konversionen führt. Wie du dies implementierst, hängt vom Umfang deiner Marketingkampagne, deinen Markenwerten und der Position deines Unternehmens in der Branche ab.

Du solltest Kunden erklären, was an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung so besonders ist und warum es sich um mehr als nur einen Kauf handelt. Ähnlich wie bei USPs musst du die Probleme hervorheben, die sie lösen können, und aufzeigen, wie dein Unternehmen zu dieser Lösung gekommen ist und wie die Zukunft aussieht.

Auch wenn es möglich ist, das meiste davon in einer einzelnen Anzeige oder einem Banner zu vermitteln, erfolgt das überzeugendste Storytelling über mehrere Medien, wobei digitale Werbung, Social-Media-Beiträge und sogar direktes Dienstleistungsmarketing eingesetzt werden, um Kunden auf eine Reise mitzunehmen.

Superlative vermeiden

Es gibt eine Zeit und einen Ort für Ausdrücke wie „das Beste überhaupt“, „das Fortschrittlichste“ und „das Größte“, doch du solltest sie sparsam einsetzen. Copywriter sollten diese Phrasen nur dann verwenden, wenn es Daten, Kundenbewertungen oder von Experten überprüfte Belege dafür gibt, dass sie wahr sind. Ansonsten solltest du übertriebene Behauptungen vermeiden und deine Kunden stattdessen mit Alleinstellungsmerkmalen, Storytelling und Social Proof überzeugen.

Einen Call to Action nicht vergessen

Ein Call to Action (CTA) mag nur wie eine kleine Ergänzung erscheinen, doch er kann maßgebend dafür sein, ob jemand einen Kauf tätigt oder stattdessen auf die Website eines Mitbewerbers klickt. Bei so viel Fokus auf der Leistung eines Produkts, seinem Preis und den Gründen für seine Überlegenheit vergessen wir oft, Lesern klare Anweisungen zu geben.

Frage dich stets: „Was sollen die Leser tun?“. Und vergiss nicht, dass CTAs viel spannender als einfach nur „Jetzt kaufen“ sein können. Versuche, einen Call to Action zu finden, der nicht nur die entsprechende Reaktion anregt, sondern auch zum Thema deines Werbematerials passt.

Korrekturlesen und Editing

Es mag offensichtlich klingen, aber schon ein einziger einfacher Rechtschreib- oder Grammatikfehler kann Kunden für immer abschrecken. Sämtliches Werbematerial, sei es noch so klein, sollte einem detaillierten Korrektur- und Editing-Prozess unterzogen werden.

Die erste Version jeglichen Materials ist selten die beste, also scheue dich nicht, es so lange zu verfeinern, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist. Dieser Ansatz gilt für alle Gestaltungsphasen, also zögere nicht, dein Team um Feedback zu bitten, auch wenn du einem Banner oder einer Anzeige den letzten Schliff verleihst.

Content regelmäßig neu bewerten

Die meisten Werbeinhalte sind zeitgebunden; selbst wenn dies nicht der Fall ist, solltest du ihre Richtigkeit und Relevanz regelmäßig überprüfen. Schließlich ist es nicht gut, etwas als die neueste Innovation zu bewerben, wenn es wahrscheinlich innerhalb eines Jahres veraltet ist. Die Überprüfung von Marketingmaterialien ist auch wichtig, um mit den natürlichen Veränderungen innerhalb der Branche Schritt zu halten. Der Preis ist beispielsweise ein ständig schwankender Faktor (von den Produktionskosten bis hin zu den Rohstoffen) – was früher einmal dein günstigstes Produkt war, ist es vielleicht in ein paar Jahren oder sogar Monaten nicht mehr.

 


Yuqo quotesUm effektiven Werbe-Content zu erstellen, musst du zunächst deine Zielgruppe identifizieren und ihre Bedürfnisse verstehen. Verwende relevante Keywords, hebe deine Alleinstellungsmerkmale (USPs) hervor und nutze Social Proof, um Vertrauen aufzubauen.


 

Erstelle herausragenden Werbe-Content

Da Werbematerial nicht unbedingt zu den am häufigsten geteilten Inhalten gehört, ist es umso wichtiger, dass das von dir veröffentlichte Material richtig gut ist. Um sich von der extremen Flut an Angeboten und verkaufsorientierter Werbung abzuheben, solltest du Werbe-Content erstellen, der bei deinen Kunden Anklang findet, die Werte deines Unternehmens hervorhebt und die Alleinstellungsmerkmale deines Produkts oder deiner Dienstleistung in den Mittelpunkt stellt. Das mag zunächst nach einer großen Aufgabe klingen – doch wenn du die Kunst effektiver Werbeinhalte erst beherrschst, wirst du sehen, dass neue und alte Interessenten immer wieder zurückkommen.